Artikel nach Datum gefiltert: Februar 2015 - Junge Alternative JA! ist eine politische Gruppierung in Immenstadt im Allgäu
23. Februar 2015

Bürgerentscheid - Alle Stimmen sind ausgezählt. Das Hotelprojekt in Bühl ist gescheitert.

Zahlen auf einen Blick

61,1 % Nein, 38.9 % 4.457 von 10.960 stimmberechtigten Bürgern haben mit abgestimmt, das ist eine Wahlbeteiligung von 40,67 % - für einen Bürgerentscheid ist das im Vergleich zum bayernweiten Schnitt hoch. 

1340608599 pdfHier die Wahlergebnisse in Prozent

 

Stimmen nach der Entscheidung

Lange mussten die Hotelgegner zittern, bis nach der Auszählung der Briefwahlstimmen das Quorum erreicht wurde: „Es hat sich gezeigt, wie schwer es ist, bei einem Bürgerentscheid das Quorum zu erreichen“, sagt Dr. Rolf Grebenstein von der Bürgerinitative zum Erhalt der Alpseelandschaft. „Selbst wenn man eine klare Mehrheit erreicht.“

„Es ist alles gesagt“, sagt Bürgermeister Armin Schaupp, der bereits vor dem vorläufigen amtlichen Ergebnis die Niederlage für das Hotelprojekt eingeräumt hatte. Es sei eine Chance für Bühl vertan.

Die Freude bei den Gegnern des Hotels, der Bürgerinitiative zum Erhalt der Alpseelandschaft, ist groß. „Wir freuen uns, dass sich der Einsatz gelohnt hat“, sagt Christl Hartmannsberger. „Wir hatten die besseren Argumente und die haben die Menschen überzeugt.“ So werde die Landschaft am Alpsee auch künftig für Erholungssuchende erhalten bleiben. „Wir werden die touristische Entwicklung in Bühl weiter begleiten“, kündigt Hartmannsberger an. „Es gibt viele andere Möglichkeiten, den Tourismus weiterzubringen.“

Lange Gesichter und Schulterzucken gab es bei den  Befürwortern des Hotelprojekts von der Initiative Pro Immenstadt: „Natürlich sind wir enttäuscht“, sagt Richard Kraus. „Aber wir akzeptieren die demokratische Entscheidung, das Ergebnis ist deutlich.“ So sieht es auch Christine Sinz, Vorsitzende des Tourismusvereins: „Uns ist es nicht gelungen, die Menschen zu überzeugen“, sagt sie. „Es ist eine große Chance für die Entwicklung des Tourismus in Bühl vertan.“ Das bestätigt auch Siegfried Wegmann: „Jetzt wird es in Bühl kein Hotel geben, es gibt keinen anderen Standort, der dafür geeignet ist.“

„Wir finden das sehr schade“, sagt Investor Christian Mangstl: „Wir haben viel Herzblut und Geld investiert. Es war ein Super-Projekt. Wenn Immenstadt das nicht will, müssen wir das akzeptieren.“ Sein Partner Felix Schädler meint: „Die Bürgerinitiative hat einen sehr beherzten und emotionalen Wahlkampf geführt.“ Die eigentliche Frage nach dem Hotel und der touristischen Zukunft in Bühl sei dabei zu sehr mit der Ortsumfahrung, einem Baugebiet und der angeblichen Existenzbedrohung für einen Landwirt vermischt worden.

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17. Februar 2015

Die Junge Alternative unterstützt generell die Maßnahmen im Tourismus, die mit Alpsee 2000 in Bühl begonnen worden sind und nun weitergeführt werden sollten. Um eine nachhaltige touristische Infrastruktur zu bekommen ist es unserer Meinung nach auch notwendig ein qualitativ hochwertiges Hotel in Bühl zu haben, welches unsere Region und natürlich im besonderen Maße Immenstadt hervorheben kann und soll. Die Stärkung durch ein Hotel in dieser Lage kann uns in mehreren Punkten helfen: Stärkung der touristischen Infrastruktur, Förderung des Einzelhandels, Erhöhte Einnahmen für die Stadt durch Kurbeitragssteigerung und Verkauf des Grundstückes (einmaliger Erlös). In einer Tourismusregion sollte ein gesundes Miteinander von Einheimischen und Gästen bestehen, da beide voneinander profitieren und sich bereichern… dies soll auch weiterhin so sein!