„Das Genie entdeckt das Problem. Das Talent löst es."

Kommunalwahl: Junge Alternative präsentiert Kandidaten und Themen zur Stadtratswahl 2014

Immenstadt. Im Hotel Krone in Stein stellten sich die Kandidaten – alle im Alter zwischen 20 und 51 Jahren – der Öffentlichkeit.

6 Jahre Stadtratsarbeit

Erich Angerer (43, Stein, selbst. KfZ-Mechaniker-Meister) begrüßte Kandidaten und Gäste und zog ein Resümee aus sechs Jahren Stadtratsarbeit.Zu den wohl wichtigsten Entscheidungen gehört für ihn der Anbau des Gymnasiums, für den die JA sich stark machte und dafür stimmte. Für die Zukunft möchte Angerer „vieles in Gang bringen“ – und zwar nach dem Motto der JA: Füreinander – Miteinander – Gemeinsam. Alle Kandidaten – alles Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stehen; Vertreter aus Stadt und den Ortsteilen; Studentin, Angestellte, Beamte, Selbständige – stellten sich mit eigenem Schwerpunktthema vor. Jeder hat „seinen eigenen Kopf mit eigenen Ideen“, die er einbringen und mit anpacken möchte.

DSC 9652 RalfkUnser Kandidat Nummer 25 - Ralph Eichbauer

Als Kandidat Nummer 25 ergriff Bürgermeisterkandidat Ralph Eichbauer das Wort und verglich Politik mit „Zahnrädern, die ineinander laufen müssen“. Ihm liegt das Wohl der Stadt und seiner Bürger sehr am Herzen. Deswegen möchte er politische Verantwortung für Immenstadt übernehmen und gemäß dem Leitspruch der JA „miteinander“ reiche er allen, die sich für ihre Stadt einsetzen wollen, die Hand und werde ihnen mit der gebotenen Wertschätzung begegnen.

Die JA mit ganz klaren Vorstellungen

Von ihrem Wahlprogramm hat die JA ganz klare Vorstellungen. Die Gruppe will arbeiten und das, von dem sie spricht, meint sie wirklich ernst.

 

Thema Stadtentwicklung

Alexandra Hauf (43, Bräunlings, kaufm. Leiterin und Verkäuferin) brachte es auf den Punkt: „Das Genie entdeckt das Problem. Das Talent löst es.“ (Zitat von Karl Heinrich Waggerl). Hauf ist überzeugt: „Wir von der JA können das. Wir haben einige Genies unter uns. Und wir haben das Talent und wir haben Ideen. Sie müssen uns nur ihr Vertrauen schenken.“ Die Junge Alternative hat zahlreiche Vorstellungen, was Stadtentwicklung, Wirtschaft und Stadtmarketing angeht.

Der Wirtschaftsförderer

Für Oliver Speck (44, Immenstadt, Senior Sales Manager Bosch) ist Wirtschaftsförderung „Chefsache“. In Immenstadt sei die Stelle des Wirtschaftsförderers „unausgereift“. Man müsse jedoch den massiven Wettbewerb verstehen und darauf reagieren. Speck denkt an ein Label „Made in Immenstadt“, will mit anderen Gemeinden „Hand in Hand“ zusammenarbeiten und neue Wertschöpfungsketten entwickeln.

Thema Tourismus

Beim Thema Tourismus versprühte Brigitte Kuschel (51, Akams, EDV-Kauffrau) förmlich ihre Ideen, wie man Immenstadt voranbringen könne. Nur ein Gedanke von vielen weiteren ist „mit dem Naturparkhaus endlich Geld verdienen. Die Leute sollen hingehen wollen!“ Kuschel stellte jedoch nicht nur diese Forderung , sondern zeigte im zweiten Atemzug auch verschiedene Lösungsansätze auf. Außerdem werde Immenstadt im World-Wide-Web nur schlecht gefunden. Dabei sei es doch ein leichtes, dies mit Hilfe der neuen Medien zu verbessern. Ein weiterer interessanter Wunsch der EDV-Fachfrau besteht darin, dass die Stadt Immenstadt ein kostenloses WLAN an den öffentlichen Plätzen für die Gäste und die Bürger von Immenstadt vorhalten sollte.

Thema Vereine, Jugend und Ehrenamt

Tobias Paintner (28, Ratholz, Wirtschaftsinformatiker), strich heraus, dass Immenstadt das Ehrenamt weiter ausbauen und würdigen müsse. Die Zuschüsse an Vereine kommen für ihn beinahe einer „Pflichtaufgabe“ gleich, da „Die Jugend der Stadt ohne Vereine viel teurer kommt“. Außerdem brauche die Stadt Angebote, damit die Jugend in der Stadt bleibt und nicht abwandert.

Familie und Bildung

Zum Thema Familie unterstrich Klaus Lindebar (36, Freibrechts, Geometer) die Wichtigkeit der Stelle des Streetworkers und wünscht sich im Bürgerbüro einen direkten Ansprechpartner für Jugendliche, Senioren und Familien sowie einen Migrations- und Integrationsbeauftragten. Was die Bildung angeht, betonte Kristin Böck (43, Immenstadt, Gymnasiallehrerin) zum geplanten Neubau der Königseggschule , dass „die jungen Immenstädter bessere Lernbedingungen verdient haben als den „Sumpf“ neben der Knabenrealschule“. Beim großen Thema Umwelt, Energie und Landwirtschaft ist es für Ulrich Kennerknecht (44, Akams, selbst. Zimmerermeister und Landwirt) wichtig, dass der Jugend das Energiesparen vorgelebt wird. „Die beste Energie ist nämlich die, die gar nicht erst verbraucht wird“.

Schenken Sie uns Ihr Vertrauen

Zusammenfassend warb Erich Angerer nochmals für die Junge Alternative: „Die JA hat den Mumm, für ihre Ziele einzutreten. Die Bürger müssen jedoch mitwirken und uns ihr Vertrauen schenken.“ (jo.).

Gelesen 1208 mal Letzte Änderung am Donnerstag, 01 Mai 2014 18:57